BärGiDa

Presseauswertung Juli 2018

Im Juli setzten Merkel und Seehofer ihr „bad cop – good cop“-Spiel fort. Der von Merkel Anfang des Monats schnell einberufene EU Gipfel produzierte folgende Absichtserklärungen, die allerdings für niemanden bindend war:

1.) Schaffung geschlossener Aufnahmelager in der EU für gerettete Boots-“Flüchtlinge“ (allerdings freiwillig, Ungarn, Tschechien und Polen dementierten auch gleich danach, einer Aufnahme von in der EU verteilten Flüchtlingen zugestimmt zu haben.)

2.) Sammellager in Nordafrikanischen Staaten (dem aber noch gar keines dieser nordafrikanischen Länder zugestimmt hat)

3.) Verstärkung der EU-Grenzschutzagentur Frontex bis 2020 (schon?)

4.) Stärkere Abriegelung der EU Aussengrenzen (wie, wurde aber nicht erörtert)

5.) Weitere 3 Mrd. EUR an die Türkei zur „Flüchtlingsversorgung“ („toll!“)

Seehofer verhandelte danach noch eine Show-Nacht lang mit Merkel und blieb dann natürlich, wie abzusehen war, Innenminister in Merkels Koalition. In Bayern darf er jetzt bis zur Wahl im Oktober weiter den knallharten Cowboy spielen und sogenannte Anker-Zentren betreiben. Eines zeigt Seehofer deutlich: Nicht mal diese soften Maßnahmen möchte Angela Merkel wirklich.

Ansonsten war der Juli 2018 ein flaches und sehr langes Sommerloch mit viel heißer Luft.

Dieses lange flache Sommerloch wurde fast einzig von einem Thema gefüllt: Mesut Özils Rücktritt aus der „Mannschaft“ und seinen Vorwürfen, das Deutschland und insbesondere dem DFB ihm gegenüber „rassistisch“ gewesen seien.

Das mit der „Rassismus“-Nummer zieht in Deutschland ja erstaunlicherweise immer noch, egal wie absurd der Vorwurf in der Realität auch ist. Gleich rief irgend solche linke Nase den Hashtag #MeTwo ins Leben, auf dem sich nun alle, ähnlich wie bei #MeToo zu einem Thema mal richtig ausweinen können. Was ist eigentlich mit Rothaarigen, die früher immer als „Rotfuchs“ gehänselt wurden? Bekommen die jetzt alle eine Therapie?

Niemand kann überprüfen, wer bei solchen Kampagnen mitmacht. Deshalb gibt es ja eigentlich auch was Besseres als Twitter: Den deutschen Rechtsstaat. Wer hier meint, belästigt oder beruflich diskriminiert worden zu sein, kann sein Recht in Anspruch nehmen und muß theoretisch nicht lange rumtwittern. Inzwischen steht aber, zugegeben, das Justizwesen vorm Kollaps, da es unzählige Asylklagen zu bearbeiten hat.

Kurze Rückblende zu Özil: Der Deutschtürke wurde ganz schlicht nur deshalb kritisiert, weil er als Nationalspieler demonstrativ die Nationalhymne nie mitsang und sich dann als Krönung vor der Fußball-WM noch im Trikot groß mit „seinem“ türkischen Präsidenten Erdogan ablichten ließ. Das fanden viele Nicht-Multikulti-Deutsche als Verhalten eines deutschen National-Spielers jetzt nicht so toll. Verständlich. Sie hätten das aber auch bei einem deutschen Spieler blöd gefunden, also ist der Rassismus-Vorwurf eine leicht erkennbare Foul-Masche von Özil.

Aber die eigentliche Schuld trifft hier wohl auch eher den DFB und Jogi Löw. Sie hätte jemanden, der sich nicht mit Deutschland identifizieren will, längst raus setzen müssen. Das wollten sie aber nicht, weil sie feige sind, also kann ein Özil auch toll finden wen er will.

Apropos „heiße Luft“: Es gab natürlich auch viel echte heiße Luft, denn es ist Hochsommer und da ist es meist heiß.

Und immer wenn es hier in Deutschland so richtig heiß ist, sagen die Klimawandel-Freunde: „In Soundso viel-Jahren wird hier im Brandenburgischen nur noch eine Wüstenlandschaft sein…“.

Ist es dagegen aber mal richtig kalt, dann erläutern die gleichen menschengemachten Klimawandel-Freunde immer gerne schnell den Unterschied zwischen Wetter und Klima.

Die meisten kennen den Unterschied sicher: Wetter ist der tagtägliche lokale Zustand und Klima ist der für ein bestimmtes Gebiet (oder sogar für die Welt) innerhalb eines längeren Zeitraumes (i.d.R. über 30 Jahre) gemittelte Gesamtheit der Wetterverläufe.

Das ist was anderes, als mal ein heißer Sommer hier in Europa.

Nutzen wir den Sommer also zur Erholung, nicht zur zusätzlichen Beunruhigung, von der nur die Grünen profitieren. Wir können es gebrauchen.