Presseauswertung zum 96. Abendspaziergang

Jeder kennt die Comic-Geschichten der tapferen Gallier Asterix und Obelix, die sich heldenhaft gegen die imperialistischen Römer zur Wehr setzten.
Aber wer waren die Gallier eigentlich? Franzosen? So einfach ist es nicht.

Gallier war ein lateinischer Sammelbegriff (von Galli) für die Kelten und die waren westlich des Rheins über Westeuropa weit verbreitet. Die sogenannten Keltenkreuze, die es lange vor dem Christentum gab, kann man heute noch in etlichen Gebieten bewundern. Ein germanischer Sammelbegriff für keltisch war „welsch“ und von diesem leitet sich neben Wales auch der Begriff „Wallonien“ ab.

Das kleine Wallonien kämpft heute nun wieder heldenhaft für alle europäischen Nationen gegen die imperialistische EU und ein sogenanntes Freihandelsabkommen CETA, das die Souveränität eines Volkes an überstaatliche Handelsgerichte delegieren möchte.

Wir sind nicht weltfremd: Ein freier Handel zwischen Unternehmen verschiedener Länder ist zu begrüßen, aber ein Freihandel der letztlich die Abschaffung demokratischer Hoheitsrechte von Nationen zum Ziel hat muss bekämpft werden. Dass eine EU und ihre nationalen Helfershelfer in Deutschland das nicht tun, versteht sich von selbst.

Im Tagesspiegel hat wohl der Zensor mal durchgeschlafen? Denn ansonsten hat man in den Haupt-Medien den Eindruck, dass derzeit unser größtes Problem in Deutschland in Form von Reichsbürgern und Horror-Clowns besteht.

Eine Frau Merkel gibt derweil lieber Tipps, wie wir uns gegen die Islamisierung wehren sollen: Durch Flötenspiel und züchtigen Gesang. Jeder der „nur mal kurz ‘nen Abstecher machen will“ wird dann bestimmt vor Schreck seine Machete fallen lassen.

So etwas ist Käsmann-Christentum in Reinform. Es wird sich selbst abschaffen.

Der Wahlkampf in den USA geht seinem Höhepunkt am 08. November entgegen.

In Fürstenwalde hat man schon darauf reagiert und ein Kindertheaterstück namens „Die Hexe Hillary“ für Dezember angekündigt.

Der amerikanisch polternde Trump würde für uns vermutlich die weniger imperialistische Option darstellen als die eiskalt lächelnde Clinton. Hier muss man ausnahmsweise dem ansonsten meist linken Hetzer Jacob Augstein mal recht geben.

Hoffen wir für die Bürger der USA aber auch für uns das Beste.